underdog: Ein Projekt von

Underdog - Konzept

underdog ist neben fiftyfifty Streetwork & Sozialberatung ein weiteres Projekt im Be­reich der Wohnungslosenhilfe in Trägerschaft der fiftyfifty Galerie (Asphalt e.V.). Es ist ein mobiles, aufsuchendes soziales Angebot für wohnungslose Menschen und de­ren Tiere in Düsseldorf. Das innovative Konzept wurde bis zum Jahr 2010 vom Ministerium für Generationen, Familie, Frau­en und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen als ein Förderbaustein der Woh­nungsnotfallhilfe NRW gefördert. Nun müssen die Mittel allein durch Spenden über die fiftyfifty Galerie finanziert werden.

 
Wer wir sind

Unser Team besteht zurzeit aus zwei Tierärztinnen und zwei Tierärzten, die ehrenamtlich arbeiten, und einer Sozialarbeiterin.

Was wir konkret machen

Wir gehen zu den Menschen und ihren Vierbeinern auf die Straße, dorthin wo ihr Le­bens­mittelpunkt ist. Ein veterinärmedizinisch gut ausgestatteter Bus dient uns dabei als rollende Tierarzt- und Sozialberatungspraxis.

Das tiermedizinische Angebot

Was die medizinische Versorgung der Tiere angeht, ist es meistens erst mal wichtig, sie zu entwurmen, ihnen neue Flohhalsbänder zu geben und natürlich einen all­ge­mei­nen Gesundheits-check durchzuführen. Sie können außerdem gechippt werden und auch Impfungen braucht jeder Hund. All das können wir in den Sprechstunden un­serer mobilen Tierpraxis erledigen. Größere Operationen, wie eine Kastration, sind in dem gegebenen Rahmen leider noch nicht möglich. Für solche Fälle versuchen wir zurzeit individuelle Lösungen zu finden. Die medizinische Grundversorgung ist kosten­los, denn die meisten Frauchen und Herrchen haben nicht die finanziellen Mittel für regelmäßige Tierarztbesuche; oft reicht es gerade mal für das Futter.

Das sozialarbeiterische Angebot

Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist, erleben häufig eine weitere Stig­matisierung, wenn sie außerdem noch einen Hund haben. Nicht selten ist aber die Verbundenheit zu ihrem Tier die einzige Form von Nähe, die sie zulassen können. Ge­nau hier setzt die Zusammenarbeit von medizinischer Tierversorgung und Sozialer Ar­beit an: Indem wir die Menschen in ihrer Lebensrealität ernst nehmen und ak­zep­tie­ren - und dazu gehört eben auch ihr Bedürfnis nach Nähe und Freundschaft - dient uns ihr Tier auch als Verbindungsglied zum Menschen.

Darum bietet das Sozialberatungsangebot über die 14-tägige interdisziplinäre Sprechstunde hinaus regelmäßiges Streetwork. Diese auf­su­chende Arbeit wird durch enge Kooperationen im Düsseldorfer Hilfesystem um feste Beratungszeiten in deren Einrichtungen ergänzt.

Zu den Aufgabenfeldern der Sozialarbeiterin gehört zunächst die Unterstützung bei die Hundehaltung betreffenden organisatorischen Angelegenheiten, wie z. B. An­mel­dung und Versicherung des Tieres und allgemein der Umgang mit ord­nungs­recht­li­chen Auflagen. In gleichem Maße wird Hilfestellung bei den vielfältigen Pro­blemen, die Wohnungsnot mit sich bringt bzw. ihr vorausgehen, geleistet. Das heißt, insbesondere die Beratung und die Informationsweitergabe bezüglich Wohn­status, Transferleistungen und Krankenversicherung, wie auch die Wei­ter­ver­­mittlung in adäquate spezifische Hilfeangebote.

 

 

 

das underdog-Team 2008: (v.l.o.) Edda Hoffmann, Katja Beyer, Georg Specker, Ila Golzari & Rita Lang

v.l.: Georg Specker, Rita Lang, Hubert Ostendorf, Katja Beyer, Ila Golzari & Edda Hoffmann

das underdog-team 2007: (v.l.o.) Rita Lang, Katja Beyer, Hubert Ostendorf, Ila Golzari, Georg Specker